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Ferienprog. 2014


Fleißige "Brettlesbohrer" bauen Insektenhotels für Wildbienen

 „Eine Biene ist besser als tausend Fliegen“ heißt ein altes Sprichwort. Dass eine Biene tatsächlich etwa 100 000 km schafft – eine Strecke zweieinhalb mal um die Welt - um ein Kilogramm Honig zu sammeln, ist dagegen eine neue Erkenntnis. ALW-Vorstand Uwe Komanschek berichtete es bei der Ferienaktion „Wir bauen ein Insektenhotel“ den teilnehmenden Kindern am Mittwoch. Mit Blick auf das vom NABU-Vorstand Otto Künstle perfekt gebaute Insektenhotel sagte ein kleiner Wannweiler  "Für einen Specht ist das schlecht."  Denn die Behausung für Wildbienen ist mit einem Stück  Maschendraht als Schutz versehen.  Schließlich sollen die mit Schlupflöcher versehenen Holzklötze  keine bequem zu erreichende Futterstelle für Spechte und Co sein, sondern den nützlichen Insekten Schutz bieten.  Denn diese- so erklärte es  Uwe Komanschek den Kindern -  lieferten zwar normalerweise keinen Honig und kein Wachs für Kerzen: "Aber sie sorgen wie die beim Imker lebenden  Honigbienen durch die Bestäubung dass bei uns die Blumen blühen und Obst heranreifen kann." "Was kann man denn alles für  die  Wildbienen tun", fragte Uwe Komanschek die am Haus und Garten von Otto Künstle versammelte Kinderschar. "Nicht auf ihnen herum trampeln", sagte der neunjährige Linus. Keine Frage, dass man noch wesentlich mehr tun kann. Zum Beispiel einen Natur nahen Garten anlegen, bei dem es nicht nur Rasen gibt: "Viele Blumen und Bäume sind für die Bienen wichtig", weiß die achtjährige Mara. "Für die ganze Umwelt ist es wichtig und damit auch für uns", sagt der elfjährige Anton.

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Zusammen mit Uwe Komanschek, Otto Künstle und den ehemaligen Gemeinderätinnen der ALW, Uta Sommer und Gerlinde Münch machten sich die Jungen und Mädchen dann begeistert an die Arbeit, um aus den von Schreinermeister Walter Ott gespendeten Klötzen aus alten Eichenholz Insektenhotels zu fertigen, die sie  für den eigenen Garten oder Balkon mitnehmen konnten.   "Wichtig ist, dass die verschieden groß gebohrten Schlupflöcher auch innen ganz glatt sind, damit die Wildbienen sich nicht darin verletzen, dass die Kästen möglichst nach Süden- oder Südosten an einer auch Wind geschützten Stelle aufgehängt werden", betonte Otto Künstle. „Dass die Wildbienen eben ein gutes Haus haben““, sagt der neunjährige Jonas. Dass vieles in der Umwelt leider nicht zum besten bestellt ist: Das wissen auch die Kinder.  „Die Natur gab jedem Geschöpf seine Waffe, den Bienen den Stachel,  Hörner den Stieren, Hufe den Rossen, Schnellfüßigkeit den Hasen, Schwimmkraft den Fischen, Vögeln den Flug, Verstand den Menschen“: So schrieb es einst Ludwig Jahn. Beim heutigen Grad der Umweltzerstörung  fällt es mitunter schwer, an den Verstand des „homo sapiens“ zu glauben, die mit der Erde umgehen, als hätten sie eine zweite im Kofferraum. So sehen es auch Otto Künstle und Uwe Komanschek, Uta Sommer und Gerlinde Münch, die es jedoch nicht wie viele bei der Kritik belassen. Sie handeln nach dem Kästner-Motto: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es.“
Text und Fotos: Margret Rilling   (download Bericht als pdf)

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