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Alternde Gesellschaft

Gesprächsabend „Herausforderungen der alternden Gesellschaft“
mit Beate Müller-Gemmeke MdB am Freitag, 05. Oktober 2018 ab 19:00 Uhr im Martin-Luther Haus

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Ankündigung des Themas:
Im demographischen Wandel liegen viele Chancen: die Menschen leben länger und bleiben länger gesund. In einer alternden Gesellschaft gibt es aber auch viele Herausforderungen: Renten- und Pflegeversicherung müssen sozial gerecht ausgestaltet werden, um zukunftssicher zu sein. Die Frage nach altengerechtem Wohnraum stellt sich drängend. Auch die Beschäftigung mit Erkrankungen und Sterben ist nötig und erfordert Veränderungen.
Wir möchten gemeinsam mit unserer Bundestagsabgeordneten Beate Müller-Gemmeke, Mitglied im Ausschuss für Arbeit und Soziales, diese spannenden Themen mit allen Interessierten diskutieren.
Die Grün-Alternative Liste Wannweil lädt alle Wannweiler Bürger zu dieser Veranstaltung sehr herzlich ein.

Christoph Treutler und Joachim Hespeler

Bericht:
Am vergangenen Freitag besuchte unsere Bundestagsabgeordnete Beate Müller-Gemmeke mit Vertretern der Grün-Alternativen Liste Wannweil das Seniorenheim „Haus in der Dorfmitte“. Wir bedanken uns bei Frau Schaal und Frau Nagy für die Führung durch das Haus und das sehr interessante Gespräch über die Herausforderungen der Pflege älterer Menschen. Das Gehörte wurde dann am Abend in einer Veranstaltung im Martin-Luther-Haus unter der Überschrift „Herausforderungen der alternden Gesellschaft“ vertieft und weiter erörtert. An beiden Terminen nahm auch Michael Hagel, der Kandidat zur Bürgermeisterwahl, teil.
Die demographische Entwicklung ist eindeutig: Unsere Gesellschaft wird immer älter. Vor hundert Jahren lag der Anteil der über 60-jährigen bei 8 %, im Jahr 2050 wird es ein Drittel der Bevölkerung sein. Beate Müller-Gemmeke behandelte eine Reihe von Themen, die wir hier nur ansatzweise wiedergeben können.
Ihre Ausführungen begannen bei der Arbeitswelt. Unsere Wirtschaft braucht auch die älteren erfahrenen Arbeitnehmer, doch Frühverrentungen nehmen zu und jede zweite Frühverrentung hat psychische Ursachen. Es ist eine gesellschaftliche Verantwortung, dass Menschen bis zur Rente gesund arbeiten können.
Durch die erfreuliche Steigerung der Lebenserwartung nimmt der Druck auf die Finanzierung der Rente zu. Wir müssen alles tun, um Altersarmut zu verhindern. Es sind Reformen notwendig, um eine Grundsicherung im Alter zu erreichen und Altersarmut zu unterbinden. Dazu gehört auch, dass ausreichend bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden muss - gerade für Ältere, aber natürlich auch für alle Altersstufen.
Wir möchten im Alter „Aktiv und mobil“ bleiben, was Anforderungen an eine gute örtliche Infrastruktur mit Begegnungs- und Betätigungsmöglichkeiten in der Nähe der Wohnungen stellt und einen guten öffentlichen Nahverkehr erfordert (Bürgerbus als gutes Beispiel).
Schließlich sind die Förderung einer gesunden Lebensweise und eine gute gesundheitliche Versorgung gerade im Alter notwendig, um die Pflegebedürftigkeit möglichst lange zu vermeiden. Und wenn aber der Unterstützungs- bzw. Pflegebedarf größer wird, dürfen Familienangehörige nicht allein gelassen werden.
Ein wichtiges Thema ist die Pflege, wo ca. 25.000 Stellen in Deutschland fehlen. Dieser Fachkräftemangel muss dringend behoben werden, auch indem die Arbeitsbedingungen deutlich verbessert werden und die Pflegeberufe attraktiver werden. Viele Menschen gehen immer später in ein Altenheim, wodurch diese immer stärker zu Pflegeheimen werden und sich in der Qualität der Pflege darauf einstellen müssen. Andererseits nehmen Wohnformen wie „Betreutes Wohnen“ zu. Gerade am Ende des Lebens geht es um die Würde des Menschen. Pflegeheime sind oft überfordert, wenn es um die letzten Lebenswochen von kranken älteren Menschen geht. Deshalb ist eine flächendeckende Hospiz-Versorgung stationär und ambulant dringend notwendig.
Gutes Leben im Alter kostet was und das muss es uns wert sein, war das Fazit von Beate Müller-Gemmeke.

Rudolf Sommer

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